
EUNIC Literaturtage 2026:
Leistung und Leidenschaft
20.–25.04.2026
Um Höchstleistungen zu erbringen, braucht es Leidenschaft, aber auch Ausdauer und Disziplin. Das gilt im Sport genauso wie in vielen anderen Bereichen. Inspiriert vom sportlichen Großereignis des Jahres, der Fußball-WM, widmen sich die EUNIC Literaturtage diesmal dem Thema “Leistung und Leidenschaft” im weitesten Sinne. EUNIC Austria (European Union National Institutes for Culture), das europäische Netzwerk nationaler Kulturinstitute und Botschaften, lädt herzlich zur bereits fünften Ausgabe des Literaturfestivals, das sich heuer über sechs Tage erstreckt und von insgesamt 14 europäischen Ländern und Regionen organisiert wird.
Zu Wort kommen Autor:innen, Musiker:innen und (ehemalige) Sportler:innen, die ihre persönlichen Erfahrungen und fiktiven Geschichten in eine literarische Form gegossen haben oder sie durch Musik ausdrücken. “Die Literatur” wird dabei nicht in eine schmale Schublade gesteckt, sondern so breit wie möglich aufgefasst: Im Rahmen der genreübergreifenden EUNIC Literaturtage finden Buchpräsentationen und Diskussionen sowie ein Poetry Slam, gepaart mit Filmen und Konzerten, statt.
Auch die Freude an der aktiven Bewegung, die ein starker Motor für jedwede Leistung ist und Leidenschaft befeuert, kommt im Programm nicht zu kurz: Auf den Konzerten darf getanzt werden, für Yogabegeisterte gibt es einen Workshop mit Literatur und bei der literarisch-sportlichen Eröffnungsveranstaltung findet ein Wuzzlerturnier der EUNIC-Länder statt!
Dabei sein ist alles!
Veranstalter: EUNIC Austria
Produktion: Tschechisches Zentrum Wien in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum, dem Italienischen Kulturinstitut, dem Polnischen Institut Wien und dem Slowenischen Kultur- informationszentrum in Wien (SKICA)
Illustration und Grafik: Denisa Angheluță
PROGRAMM:
20.04, 19:00 Uhr – ERÖFFNUNG – Polkadot (Albertgasse 12, 1080 Wien)
22.04 @ 19:00 Uhr – LISTEN AND SHARE – Replugged (Lerchenfelder Straße 23, 1070 Wien)
24.04 @ 19:30 Uhr – ROTE KARTE FÜR LANGEWEILE – Kroatisches Zentrum (Schwindgasse 14, 1040 Wien)
25.04 @ 19:30 Uhr – POETRY SLAM MEETS THE CRAZY ROGUES – Chelsea (U-Bahnbögen 29-30, 1080 Wien)
BITTE ZU TISCH!
Literarisch-sportliche Eröffnung mit EUNIC-Wuzzlerturnier

Montag 20.04.2026 19:00 Uhr
Mit: allen, die sich gerne durch Europa und seine Literatur wuz(z)eln
Sprache: Mutter- und Fremdsprachen
Location: Polkadot Bar (Albertgasse 12, 1080 Wien)
Veranstalter: EUNIC Austria
Die Welt ist gerade kein Ort für ausgelassene Fröhlichkeit und trotzdem gibt es immer wieder einen Anlass zur Freude, die verbindend, grenzüberschreitend und sogar global sein kann. So ein Anlass ist die bevorstehende Fußball-WM. Sport bedeutet Leistung, Sport ist Leidenschaft, Sport bleibt aber immer auch ein Spiel. Und jedes Spiel ist letztendlich mit Lebensfreude verbunden. Bei den EUNIC Literaturtagen 2026 wollen wir die verschiedenen Facetten von Leistung und Leidenschaft in der europäischen Literatur beleuchten und diskutieren. Lasst uns aber in diese einzigartige Reihe von genreüberschreitenden Lesungen, Gesprächen, Performances und Konzerten spielerisch einsteigen: Am Eröffnungsabend bitten wir Autor:innen, Übersetzer:innen, Literat:innen und Kulturdiplomat:innen “zu Tisch” – und zwar zum Tischfußballtisch, oder wie es so schön auf Wienerisch heißt: zum Wuzzler.) Mit dem EUNIC-Wuzzlerturnier wollen wir auch darauf hinweisen, dass Europa – genauso wie der Sport – schwierigere und glücklichere Momente zu bieten hat. Und dass wir am Ende nur als Team stark sind. Wir freuen uns auf eine freudvolle spielerisch-literarische Begegnung mit Ihnen!
Wir bitten um Anmeldung unter: ccwien@czechcentres.cz
FUßBALL LESEN – LITERATUR VERSTEHEN
Lesung mit Gespräch


Dienstag 21.04.2026 18:00 Uhr
Mit: Yasemin Kelkit (Türkei, Deutschland)
Moderation: Hüsnü Yavuz Aytekin
Sprache: Deutsch und Türkisch
Location: Yunus Emre Enstitüsü – Türkisches Kulturzentrum Wien (Währinger Straße 6-8, 1090 Wien)
Veranstalter: Yunus Emre Enstitüsü – Türkisches Kulturzentrum Wien
Yasemin Kelkits Texte reflektieren Sprache, Identität und kulturelle Zugehörigkeit. In ihrer Lesung Fußball lesen – Literatur verstehen verknüpft die deutsch-türkische Autorin das populäre Fußball‑Phänomen mit literarischen Lesarten, indem sie Fußball als kulturellen “Text” deutet, der gelesen, interpretiert und verstanden werden muss – ähnlich wie Literatur. Fußball wird so als Medium sichtbar, das narrative und soziale Bedeutungen trägt und interkulturelle Erfahrungen reflektiert.
Yasemin Kelkit, geboren 1990 in Bielefeld, Deutschland, ist eine deutsch-türkische Autorin und Dichterin. Sie arbeitet als IT-Beraterin und schreibt Gedichte, Essays und Kurzprosa. Als Redakteurin mit multikultureller Perspektive ist sie u. a. für die Telve‑Zeitschrift tätig. In ihren Texten thematisiert sie Sprache, Identität und kulturelle Zugehörigkeit. Auf poetische Weise verbindet sie Alltag, Literatur und interkulturelle Erfahrungen.
DIE BEZIEHUNGEN DER MENSCHEN ALS WEG DER RESILLIENZ
Lesung und Diskussion


Mittwoch 22.04.2026 18:00 Uhr
Mit: Akis Papantnonis (Griechenland) und Rissos Charisis (Zypern)
Moderation: Eri Bakali
Sprache: Deutsch und Griechisch
Location: Café Museum (Operngasse 7, 1010 Wien)
Veranstalter: Botschaft der Republik Griechenland und Botschaft der Republik Zypern
Die Werke der preisgekrönten Schriftsteller Akis Papantonis (Prosa) und Rissos Harisis (Poesie) beleuchten die Beziehungen und Bemühungen moderner Menschen vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Realität der letzten Jahrzehnte in Griechenland, auf Zypern sowie auf dem Balkan. Im Lesesaal eines historischen Wiener Kaffeehauses präsentieren und besprechen sie gemeinsam mit der Schauspielerin Eri Bakali Auszüge aus ihren Werken. Sie diskutieren über die Leidenschaft und den Leistungsdruck des literarischen Schaffens sowie über die Gegenwart und die Zukunft der griechischsprachigen und der europäischen Literatur.
Argyris (Akis) Papantonis, geboren 1978 in Athen, Griechenland, studierte Biologie und ist Professor für Translationale Epigenetik an der Universität Göttingen. Wenn er nicht forscht, schreibt und übersetzt er Literatur oder spielt mit seinen beiden Söhnen Basketball. Sein jüngstes Buch Η τελευταία αρκούδα του δάσους, dt. Der letzte Bär des Waldes (Kichli Publishing, 2023) wurde 2024 mit dem Anagnostis-Preis und dem Nationalen Preis für die beste Novelle ausgezeichnet und erhielt für seine französische Übersetzung 2025 den Prix du Salon littéraire métropolitain.
Rissos Harisis, geboren 1969 in Nicosia, Zypern, studierte griechische Kultur, Film- und Fernsehregie sowie Journalismus. Er hat als Journalist gearbeitet. 1992 vertrat er Zypern bei der Biennale der jungen Künstler im Bereich Poesie der europäischen Mittelmeerländer in Valencia. Sein Gedichtband Ο Μεταξουργός, dt. Der Seidenweber wurde 1987 mit dem zypriotischen Staatspreis für junge Schriftsteller ausgezeichnet. 2020 bekam er den zypriotischen Staatspreis für Poesie für seinen im selben Jahr bei Kichli Publishing veröffentlichten Gedichtband Θάλασσα εσωτερικού χώρου, dt. Binnenmeer. 2024 erschien sein Album Κυριάκος Χαραλαμπίδης: Ψηφίδες ποίησης και ζωής, engl. Kyriakos Charalambides: Mosaics of Poetry and Life.
LISTEN AND SHARE
Lesung und Konzert


Mittwoch 22.04.2026 19:00 Uhr
Mit: Berti Barbera und Adalbert “Jimmy” Cserkész (Rumänien)
Sprache: Englisch
Location: Replugged (Lerchenfelder Straße 23, 1070 Wien)
Veranstalter: Rumänisches Kulturinstitut Wien
Er ist ein Künstler, der zeigt, dass Spitzenperformance nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Bühne entsteht: Berti Barbera. In einer exklusiven Lesung stellt er sein Buch Ascultă și dă mai departe!, engl. Listen and Pass It On! (Humanitas Publishing House, 2025) vor, eine inspirierende Reise durch die Welt legendärer Alben und außergewöhnlicher Künstlerpersönlichkeiten. Barbera spricht über Hingabe, Disziplin und kreative Ausdauer – Tugenden, die Musik und Sport gleichermaßen prägen. Denn ob Training oder Proberaum: Kontinuität, Leidenschaft und der Wille zur Weiterentwicklung sind die Basis jeder großen Leistung.
Im Anschluss wird aus Worten Klang: Gemeinsam mit dem Multi-instrumentalisten Adalbert „Jimmy“ Cserkész präsentiert Berti Barbera sein Programm Odds and Ends und verbindet Jazz, Pop und Groove in individuellen Arrangements. Was sie auszeichnet, ist musikalische Präzision, Spielfreude und echtes Zusammenspiel.
Berti Barbera, geboren 1972 in Rădăuți, Rumänien, ist Musiker, Schauspieler und Radio- und Fernsehmoderator. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für Musik und Rhythmus. Bereits während seiner Gymnasialzeit rief er lokale Bands ins Leben und machte sich damit einen Namen. Barbera arbeitete mit zahlreichen renommierten Künstlern und Bands aus Rumänien zusammen, darunter Timpuri Noi, Mircea Tiberian, Marius Popp und Nicu Patoi, mit dem er auch mehrere Alben veröffentlichte.
Adalbert „Jimmy“ Cserkész ist Musiker und Komponist, Produzent, Arrangeur und vor allem ein Multi-Instrumentalist mit der natürlichen Fähigkeit, sich an verschiedene Musikstile anzupassen. Er hatte Bühnenshows, Live-Konzerte und Studioaufnahmen mit zahlreichen Bands und KünstlerInnen, u. a. mit Luiza Zan, Viorica Pintilie, Agnieszka Twadroch, Sorin Romanescu, Slang, Organic Trio und vielen weiteren.
EN POINTE! LEBEN AUF DER SPITZE
Lesungen mit Diskussion und Film






Donnerstag 23.04.2026 18:30 Uhr
Mit: Miřenka Čechová (Tschechien) und Julia Miesenböck (Österreich), Ewa Kasp (Polen und Österreich)
Moderation: Sandra Dudek
Sprache: Deutsch und Tschechisch mit Dolmetschen ins Deutsche
Location: Polnisches Institut Wien (Am Gestade 7, 1010 Wien)
Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Tschechisches Zentrum Wien
Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich der polnische Autor Jakub Małecki in Das Fest des Feuers, polnisch Święto ognia (Secession Verlag Berlin, 2025) und die tschechische Tänzerin, Choreografin und Schriftstellerin Miřenka Čechová in Tote Schwäne tanzen nicht, tschechisch Baletky (Anthea Verlag, 2025) dem Spannungsfeld von Ehrgeiz, Körperdisziplin und innerem Feuer im Ballett. Beide Werke erzählen von jungen Menschen, die für ihre Leidenschaft brennen – und dafür einen hohen Preis zahlen.
Jakub Małecki zeichnet ein sensibles Porträt von innerer Glut und dem Wunsch, sich durch Tanz und Kunst selbst zu behaupten. Präsentiert werden Auszüge seines Buches von der Schauspielerin Ewa Kasp. Im Anschluss gibt Miřenka Čechová mit ihrem autobiografisch geprägten Roman einen schonungslosen Einblick in die Welt der Ballettausbildung. Für die Lesung auf Deutsch und die anschließende Diskussion steht ihr ihre Übersetzerin Julia Miesenböck zur Seite.
Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigen wir den Film metaBaletky. Basierend auf Baletky entwickelte Miřenka Čechová ein sehr erfolgreiches multimediales Bühnenprojekt, das in hybrider Form aufgeführt wurde.
Jakub Małecki, geboren 1982 in Koło, Polen, studierte an der Wirtschaftsuniversität in Posen. Er veröffentlichte bislang 13 Romane, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zudem übersetzt er aus dem Englischen ins Polnische. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Warschau. In seinen Werken verknüpft er oft soziale Themen mit subtiler Magie und komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen. Das Fest des Feuers, polnisch Święto ognia (Secession Verlag Berlin, 2025) ist sein vierter Roman in deutscher Übersetzung. Der Roman wurde auch verfilmt und hatte 2023 seine Kinopremiere beim 48. Festival des polnischen Films in Gdynia.
Miřenka Čechová, geboren 1982 in Aš, Tschechien, ist Autorin, Choreografin, Regisseurin und Performerin. Sie ist Mitbegründerin der Ensembles Spitfire Company und Tantehorse. Nach einer Ausbildung im klassischen Ballett erwarb sie zwei Masterabschlüsse in Theater und nonverbalem Theater. Sie war Stipendiatin des Fulbright-Programms in Washington, D.C., wo sie auch Vorlesungen hielt.
In ihrem Schaffen verbindet sie Tanz und Theater zu einem eigenwilligen körperlichen Stil. International wurde sie vor allem mit Soloprojekten bekannt, die sich persönlichen und dokumentarischen Themen widmen. Theater versteht sie als aktivistische Praxis. Sie ist Autorin der Bücher Miss AmeriKa (wo-men publishing, 2018) und Tote Schwäne tanzen nicht, tschechisch Baletky (Anthea Verlag, 2025) die erfolgreich für die Bühne adaptiert wurden. Kürzlich veröffentlichte sie das Buch Was ich? Was du? tschechisch Co já? Co ty? (Paseka, 2025).
Julia Miesenböck, geboren 1985 in Freistadt, Österreich, ist Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie lebt in Tschechien und Österreich, übersetzt zeitgenössische Prosa und Lyrik aus dem Tschechischen ins Deutsche und forscht im Bereich der Übersetzungswissenschaft. Gelegentlich verfasst sie auch eigene literarische Texte auf Tschechisch und Deutsch.
Ewa Kasp, geboren 1984 in Warschau, Polen, ist eine polnisch-österreichische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Internet-Künstlerin. Sie studierte Schauspiel am Lee Strasberg Theatre and Film Institute sowie am Second City in Toronto.
Sie absolvierte das UCLA Professional Program im Fach Drehbuchschreiben sowie einen Einführungskurs in Regie an der Wajda School. Derzeit baut sie ihre Schauspielkarriere auf, entwickelt eine Fernsehserie und erstellt eigene Inhalte für über 400.000 Follower in den sozialen Medien.
Sandra Dudek, geboren 1971 in Wels, Österreich, ist stellvertretende Direktorin des Tschechischen Zentrums Wien, wo sie schwerpunktmäßig für die Programmgestaltung Film und Literatur zuständig ist und erfolgreich das Tschechischkursangebot ausgebaut hat. Sie studierte Bohemistik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und absolvierte Universitätslehrgänge zur Akademischen PR-Beraterin und Projektmanagerin. Knapp zwei Jahrzehnte lebte sie in Prag und Brünn und arbeitete als Österreich-Lektorin, Journalistin und Direktorin des Österreich Instituts Brno. Mit großer Leidenschaft bringt sie in ihren Tätigkeiten die österreichische und tschechische Kultur zusammen und vermittelt sie weiter.
YOGA UND LITERATUR
Yoga-Workshop mit poetischen Lesungen

Freitag 24.04.2026 17:30 Uhr
Yogalehrerin: Angelina Stolz
Sprache: Französisch, Italienisch und Tschechisch mit deutscher Übersetzung
Location: Institut français d’Autriche – Vienne (Praterstraße 38, 1020 Wien)
Veranstalter: Institut français d’Autriche – Vienne, Italienisches Kulturinstitut Wien, Tschechisches Zentrum Wien
Ein ganz spezieller Workshop, bei dem Körper und Sprache ineinanderfließen. Mit sanften Yoga-Übungen für alle Erfahrungsstufen und poetischen Lesungen zum Thema Sport, Bewegung und Körper erleben Sie, wie Bewegung und Worte harmonisch ineinander übergehen. Ausgewählte Kurztexte werden auf Französisch, Italienisch und Tschechisch sowie die jeweiligen Übersetzungen auf Deutsch gelesen, davor, dazwischen, danach hallen sie in der körperlichen Bewegung nach.
Der Workshop richtet sich an alle – egal ob Anfänger:innen oder schon erfahrene Yogis, ob Lesemuffel oder Leseratten. Yogamatten werden bereitgestellt, wer möchte, kann gerne auch seine eigene Matte mitbringen.
Angelina Stolz, geboren 1993 in Innsbruck, Österreich, ist Yoga-, Meditations- und Sound-Teacherin und lebt in Wien. Eine Zeit lang lebte und unterrichtete sie auf Bali, wo sie auch andere Yogalehrer:innen ausbildete. Ihre Arbeit verbindet Bewegung, Achtsamkeit und Klang – geprägt von ihrer Liebe zu Natur, Musik und einem offenen, lebensfrohen Zugang zum Leben. Angelina Stolz unterrichtet im Yoga-, Pilates- und Movement-Studio LiVi in der Liechtensteinstraße im 9. Bezirk.
EIN FUSSBALLPLATZ, ZWEI FUSSBALLLEGENDEN
Zweisprachiges Gespräch



Freitag 24.04.2026 19:30 Uhr
Mit: Eugenio Belgrado (Italien, Österreich) und Nicola Muscas (Italien)
Moderation und Dolmetschen: Silvia Chiarini
Sprache: Deutsch und Italienisch mit Konsekutivdolmetschen
Location: Buchhandlung List (Porzellangasse 36, 1090 Wien)
Veranstalter: Italienisches Kulturinstitut Wien, , Libellula – Italienische Kultur in Wien
Zwei Bücher, zwei Männer am Rande der Gesellschaft, die durch den Fußball zur Legende wurden. Köglberger. Vom Besatzungskind zur Fußballikone mit Illustrationen von Eugenio Belgrado (bahoe books, 2026) beschreibt den Weg von Helmut Köglberger, Sohn eines afroamerikanischen US-Soldaten und einer Österreicherin, der im Nachkriegsösterreich aufwuchs und vom ausgegrenzten Kind zum Kapitän der Nationalmannschaft aufstieg.
Un amore di contrabbando, dt. Eine verbotene Liebe (Mondadori, 2025) von Nicola Muscas begibt sich auf die Spurensuche nach dem italienischen Fußballphänomen Gigi Riva. Für beide wird der Fußball zur universellen Sprache, zum Mittel der Selbstbehauptung, zum Schicksal.
Zwei unterschiedliche Geschichten, verbunden durch einen gemeinsamen Schauplatz – dem Fußballplatz, wo Fußball mehr ist als Sport, nämlich eine Art zu leben.
Eugenio Belgrado, geboren 1991 in Pordeone, Italien, ist Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Venedig. Seit 2016 lebt er in Wien, wo er als Künstler, Autor von Graphic Novels und Lehrer tätig ist. Seit 2011 hat er sieben Bücher verfasst, einige davon mit historischem Thema, andere im Fantasy-Genre. Köglberger ist sein jüngstes Werk. Derzeit arbeitet er an einer Reihe surrealistischer Bilder zum Thema Träume.
Nicola Muscas, geboren 1983 in Cagliari, Italien, ist Journalist und Schriftsteller. Er arbeitet mit der Sportzeitschrift Undici sowie mit der Tageszeitung Domani zusammen und ist zudem als Pressereferent für Festivals und Kulturveranstaltungen auf ganz Sardinien tätig. Muscas schreibt Erzählungen für Zeitungen undZeitschriften, sein erster Roman Isla bonita (66thand2nd) erschien 2021.
Silvia Chiarini, geboren 1972, hat in Wien eine Buchhändlerlehre absolviert. In der Buchhandlung List ist sie für die italienische Abteilung zuständig. Sie ist Mitbegründerin des Vereins Libellula – Italienische Kultur in Wien. Mit großer Leidenschaft moderiert sie literarische Veranstaltungen auf Deutsch und Italienisch.
ROTE KARTE FÜR LANGEWEILE
Lesung und Diskussion



Freitag 24.04.2026 19:30 Uhr
Mit: Marko Gregur (Kroatien) und Esad Babačić (Slowenien)
Moderation: Sebastian Walcher
Sprache: Slowenisch und Kroatisch mit deutscher Übersetzung
Location: Kroatisches Zentrum (Schwindgasse 14, 1040 Wien)
Veranstalter: Botschaft der Republik Kroatien in der Republik Österreich, Matica hrvatska Beč und Slowenisches Kulturinformationszentrum SKICA Wien
Wenn es um Sport geht, verbindet Kroatien und Slowenien eine traditionelle Rivalität, die so manches Mal in emotionsgeladenen Duellen mündet. Wie aber verhält es sich auf dem literarischen Parkett? Marko Gregur aus Kroatien und Esad Babačić aus Slowenien sind zwei sportbegeisterte Autoren, die sich den kleinen Geschichten des Lebens verschrieben haben. Während Gregur ein Buch über Žarko Dolinar, Universitätsprofessor, ehemaliger Weltmeister im Tischtennis und Retter zahlreicher Menschenleben verfasst hat, stellt sich Babačić mit einem Essay über Faulheit vor. Ein Aufeinandertreffen, das großes Diskussionpotenzial bietet, vor allem aber eines garantiert: Als Gewinner wird das Publikum herausgehen.
Marko Gregur, geboren 1982 in Koprivnica, Kroatien, studierte Betriebswirtschaft, wandte sich jedoch entschlossen der Literatur zu. Für seine Lyrik und Prosa wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er verbindet Archivarbeit mit literarischer Verdichtung und macht vergessene Biografien sichtbar. Nach dem Roman Vošicki (Wieser Verlag, 2025) setzte er diesen poetisch-
dokumentarischen Zugang auch in Dolinar (Fraktura, 2025) fort. Beide Werke zeigen Persönlichkeiten aus peripheren (kleinen) Herkunftsorten, deren Lebenswege Mut, Leidenschaft, Beharrlichkeit und Wirkungskraft offenbaren.
Esad Babačić, geboren 1965 in Ljubljana, Slowenien, hat fünfundzwanzig Bücher mit Gedichten, Prosa und Essays in slowenischer Sprache veröffentlicht. Übersetzungen seiner Bücher sind auch in englischer, deutscher, kroatischer, bulgarischer und mazedonischer Sprache erschienen. Für sein Gedicht Donava, dt. Die Donau erhielt er den Kulturpreis Hörbiger. Im Jahr 2020 wurde er für seinen Essayband Veš, mašina, svoj dolg, engl. Machine, Do You Know Your Duty? (Litterae Slovenicae, 2023) mit dem renommierten Rožanc-Preis ausgezeichnet.
POETRY SLAM MEETS THE CRAZY ROGUES
Konzert





Samstag 25.04.2026 20:00 Uhr
Mit: Adriana Bertran (Katalonien) und Martin Šustek (Slowakei), Katharina Wenty (Österreich) – Poetry Slam; The Crazy Rogues (Ungarn)
Moderation: Fanny Famos
Sprache: Deutsch, Ungarisch, Spanisch, Slowakisch und Katalanisch mit englischer Übersetzung
Location: Chelsea (U-Bahnbögen 29-30, 1080 Wien)
Veranstalter: Collegium Hungaricum Wien, Slowakisches Institut in Wien, Vertretung der Regierung von Katalonien in Mitteleuropa, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Drei Poet:innen aus drei europäischen Ländern präsentieren in feinster Wortakrobatik ihre selbstgeschriebenen Gedichte. Die Texte werden von den Slam-Poet:innen in ihrer jeweiligen Landessprache vorgetragen und in englischer Übersetzung projiziert. Wie es sich für einen Poetry Slam gehört, bewertet das Publikum Texte und Performance in einer gemeinsamen Sprache – dem Applaus.
Premiere! Im Anschluss an den Poetry Slam tritt die ungarische Folk-Punk-Rock-Band The Crazy Rogues zum ersten Mal in Wien auf. Die Gruppe kommt aus der Stadt Veszprém und wurde 2014 gegründet. Sie spielte bereits beim Sziget Festival, beim Internationalen Donaufest in Ulm und letztes Jahr beim Kunstfestival im Tal der Künste. Bei den EUNIC Literaturtagen wird sie die Chelsea-Bühne rocken.
Poesie und Musik sind kraftvolle Mittel, um über uns als Europäer:innen zu erzählen. Unsere Sprachen spiegeln die kulturelle Vielfalt des Kontinents wider, während die Musik Brücken schlägt und verbindet.
Adriana Bertran, geboren 1985 in Barcelona, Spanien, ist eine der führenden Stimmen der europäischen Poetry-Slam-Szene. 2018 wurde sie spanische Poetry-Slam-Meisterin und gewann den Jurypreis auf europäischer Ebene sowie den V. Internationalen Poetry Slam in Zypern im Jahr 2022. Ihre Gedichte, ursprünglich auf Katalanisch, Spanisch und/oder Englisch verfasst, wurden ins Französische, Italienische, Deutsche, Estnische und Griechische übersetzt und auch in Brailleschrift gedruckt.
Fanny Famos, geboren 1988 in Wien, Österreich, ist seit 2013 zusammen mit Pascal Honisch Mitorganisatorin und Moderatorin des Stille-Post-Poetry-Slams in Wien. Als erfahrene Slammerin seit über zwölf Jahren prägt ihr Gespür für Stimmung die Veranstaltungen – locker, unterhaltsam und nachdenklich. Ihre humorvollen, dialektbasierten Texte kritisieren Gesellschaft und begeistern das Publikum. Die Slammasterin moderiert zum bereits dritten Mal den Poetry Slam im Rahmen der EUNIC Literaturtage, bei denen sie den europäischen Gedankenaustausch intensiv erlebt und genießt.
Katharina Wenty, geboren 1995 in Korneuburg, Österreich, gilt mit Auftritten in über 25 Ländern als eine der international erfolgreichsten Slam Poetinnen des deutschsprachigen Raumes. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Multimedia in Wien, wo sie als Filmemacherin mit dem Media Literacy Award und dem Zeit:impuls Kurzfilmaward ausgezeichnet wurde. 2018 wurde sie Poetry-Slam-Landesmeisterin für Wien, Niederösterreich und Burgenland und war Finalistin der Poetry-Slam-Europameisterschaft in Budapest. 2026 organisiert sie die Poetry-Slam-Europameisterschaft in Graz.
Martin Šustek, geboren 1992 in Žilina, Slowakei, ist ein Capoeira-Lehrer, brasilianischer Jiu-Jitsu-Kämpfer, IT-Spezialist, Autor des Romans über Bewegung Hybaj! dt. Beweg dich!, (Slovart, 2024). Er schreibt seit mehr als fünfzehn Jahren Gedichte und widmet sich seit etwa einem Jahr dem Poetry Slam im Rahmen der Gruppen Slam Poetry Bratislava, Vyliate duše und Slam Poetry SK.
The Crazy Rogues ist eine Folk-Punkrock-Band aus Veszprém, die seit 2014 aktiv ist. Neben der traditionellen Rockbandbesetzung spielt sie auch Folk-Instrumente: Banjo, Mandoline, Flöte und Saxophon. Ihr Mix aus verschiedenen Musikgenres besteht aus fröhlicher Punkrockmusik mit keltischen, nahöstlichen und ungarischen Melodien, Ska und Reggae, die für zusätzliche Würze sorgen. Die Band hat sich bereits in verschiedenen Umgebungen bewährt: auf der Straße, in kleinen Kneipen, in professionellen Veranstaltungsorten oder auf großen Festivals – das Rezept der Crazy Rogues funktioniert überall.
